Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt driftet zusehend auseinander: Während Österreich bei den Vollzeitbeschäftigten mit einer faktischen Wochenarbeitszeit mit 41,2 „Vizeeuropameister“ ist, boomen die atypischen Beschäftigungsformen, die Arbeitslosigkeit steigt stetig. Gleichzeitig steigt das Armutsrisiko bei den Beschäftigungslosen. Rücken wir die Dinge zurecht!

 

  • Ein Abbau der 300 Millionen jährlich geleisteten Überstunden ist als sinnvoller Einstieg in eine Arbeitszeitverkürzung und damit in eine gerechtere Verteilung von Arbeit notwendig.
  • Atypische Beschäftigungsformen sind zurückzudrängen, gesetzliche Maßnahmen sind einzufordern.
  • Die erzwungene Scheinselbständigkeit in Form eines EPU (Ein-Personen-Unternehmens) muss auf der Ebene der Auftraggeber wirksamer überprüft werden.
  • Die Budgetmittel für die aktive Arbeitsmarktpolitik muss angesichts der hohen Arbeitslosigkeit höher anstatt niedriger sein.
  • Um Beschäftigung zu schaffen, bedarf es Konjunkturimpulsen durch Investitionen in die Infrastruktur und soziale Dienstleistungen.
  • Die Belastung des Faktors Arbeit muss gesenkt werden, indem die Sozialversicherungsbeiträge auch von anderen Wertschöpfungskomponenten wie Mieten, Abschreibungen oder Zinsen eingehoben werden.
  • Die Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld von derzeit 55% muss erhöht werden.
  • Die Anrechnung des Partnereinkommens bei der Notstandshilfe muss entfallen.