Bildungspolitik

Das österreichische Bildungssystem hat jahrzehntelang stagniert. Die in den letzten Jahren – nicht zuletzt auf Drängen der FSG – auf den Weg gebrachten Reformen reichen nicht aus. Nach wie vor produziert unser Bildungssystem einen hohen Prozentsatz an RisikoschülerInnen, die über keine ausreichenden Grundkompetenzen wie Lesen, Schreiben oder Rechnen verfügen. Weiterbildung wird nur unzulänglich gefördert und wird weitgehend als Privatsache betrachtet. Rücken wir die Dinge zurecht!

 

  • Maßnahmen zur vorschulischen Sprachausbildung müssen vorangetrieben werden.
  • KindergartenpädagogInnen brauchen eine universitäre Ausbildung.
  • Die gemeinsame Schule der 10 bis 14jährigen ist flächendeckend umzusetzen, da als erwiesen gilt, dass die Selektion mit 10 Jahren viel zu früh kommt.
  • Der Unterrichtsablauf muss auf Ganztagesschulen mit verschränktem Unterricht umgestellt werden. Nur so kann die Kostenexplosion für die Nachhilfe gestoppt werden.
  • Die verpflichtende Bildungs- und Berufsorientierung muss ausgebaut werden.
  • Die Ausstattung der Universitäten muss verbessert werden.
  • Die Integration des Wissenschafts- in das Wirtschaftsministerium ist rückgängig zu machen, da Forschung und Lehre, Lehrende und Studierende eine eigenständige politische Instanz brauchen.
  • Arbeitgeber müssen verpflichtet werden, Kosten für Aus- und Weiterbildung, die letztlich dem Betrieb zugute kommt, zu finanzieren und zu unterstützen. Die Öffentliche Hand muss Förderungen zur Verfügung stellen.
  • Der Anspruch auf Weiterbildung muss gesetzlich verankert werden.
  • Aus- und Weiterbildungseinrichtungen müssen gewisse Qualitätsstandards erfüllen und sich einer Zertifizierung unterziehen.