Chancen für unsere Jugend

Für BerufseinsteigerInnen wird es immer schwieriger, arbeits- und sozialrechtlich abgesichert im Arbeitsleben Fuß zu fassen. Häufig werden nur Praktika oder Werkverträge angeboten. Schon bei der Ausbildung werden viele junge Menschen ausgebeutet, indem ihnen bei Pflichtpraktika der verdiente Lohn vorenthalten wird. Bei der Lehrausbildung gibt es nach wie vor zu wenige betriebliche Ausbildungsplätze. Rücken wir die Dinge zurecht!

 

  • Die Einführung eines Praktikantengesetzes zur besseren Absicherung der (Pflicht)praktikanten ist notwendig.
  • Der Arbeitnehmerbegriff muss auf die wirtschaftliche Abhängigkeit von einem Arbeitgeber abzielen, um Scheinselbständigkeit zu verhindern.
  • Durch die Einführung eines Ausbildungsfonds soll mehr Fairness in der Facharbeiter-Ausbildung geschaffen werden: Alle Betriebe zahlen ein, aber nur Ausbilderbetriebe bekommen auch etwas heraus.
  • Ausbildungsverbünde müssen gefördert werden, da einzelne Betriebe in vielen Fällen gar nicht in der Lage sind, alle notwendigen Qualifikationen zu vermitteln.
  • Die Qualität der Lehrausbildung muss durch Zwischenprüfungen, eine Fortbildung für AusbilderInnen und eine externe Kontrolle verbessert werden.
  • Qualifikationsdefizite müssen durch entsprechende Fördermaßnahmen bereits in der Einstiegsphase ausgeglichen werden.
  • Die Vergabe von öffentlichen Aufträgen muss mit der Lehrlingsausbildung verknüpft werden.