FSG fordert „gute Pension nach 45 Jahren Arbeit für alle“

Nach 45 Jahren Arbeit soll jeder ohne Abschläge in Pension gehen können, fordern dieSozialdemokratischen GewerkschafterInnen in der AK.

Ab 1. Jänner 2020 können alle ArbeitnehmerInnen, die 45 Beitragsjahre aufgrund einer Erwerbstätigkeit erworben haben, abschlagsfrei in Pension gehen. Für den FSG-Vorsitzenden in der AK, Alexander Lechner, ist das „ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings schauen bei dieser Regelung viele durch die Finger". Einerseits mussten Männer der Jahrgänge 1954 bis 1957, die seit 1. Jänner 2014 in Pension gegangen sind, trotz des Vorliegens von 45 Beitragsjahren Abschläge in Kauf nehmen. Ein weiterer Nachteil ist die Tatsache, dass die nunmehrige Regelung auf „Arbeitsjahre" abzielt, Zeiten des Arbeitslosengeldbezugs, aber auch Präsenz- bzw. Zivildienst bei Männern bzw. Zeiten des Wochengeldbezugs bei Frauen also nicht berücksichtigt werden.

Grund genug für die FSG, bei der heutigen Vollversammlung der steirischen Arbeiterkammer eine Dringliche Resolution vorzulegen, in der die künftige Bundesregierung bzw. der Gesetzgeber aufgefordert wird, diese Schwachstellen zu reparieren: „Wir wollen, dass alle nach 45 Jahren Arbeit eine gute Pension bekommen". Für alle jene,die bereits mit 45 Beitragsjahren in Pensiongegangen sind und Abschläge in Kauf nehmen mussten, fordert die FSG darüber hinaus eine Neuberechnung der Pension.

Dem Antrag der FSG stimmten alle Fraktionen mit Ausnahme der ÖAAB-ÖVP-Fraktion zu, die die Resolution lediglich zur weiteren Behandlung zuwies. „Es ist bedauerlich, dass sich die ÖAAB-ÖVP-Fraktion nicht klar positioniert und weiß, auf wessen Seite sie in dieser für die ArbeitnehmerInnenwichtigen Frage stehen soll", kritisiert Lechner diese Haltung.