Verteilungsgerechtigkeit

Von Jahr zu Jahr steigen Gewinne und Gewinnauschüttungen, während Löhne und Gehälter stagnieren. Gewinnmaximierung als einziger wirtschaftlicher (Selbst)zweck führt zu sozialen Verwerfungen, die den sozialen Frieden und die Stabilität des Wirtschaftssystems gefährden. Auch die Steuerlast in ungleich verteilt. Arbeit ist hoch belastet, Vermögen bleiben ungeschoren, Zins- und Spekulationseinkünfte werden mäßig besteuert. Rücken wir die Dinge zurecht!

 

  • Eine Senkung der Lohnsteuer muss Vorrang haben. Insbesondere der Eingangssteuersatz ist mit 36 % viel zu hoch. Eine Anpassung der Progressionsstufen an den Preisindex (Indexierung) soll in Zukunft die „kalte Progression“ verhindern.
  • Zur Gegenfinanzierung ist die Einführung einer Vermögenssteuer auf Privatvermögen über 700.000 Euro notwendig. Darüber hinaus brauchen wir eine neu Form der Erbschafts- und Schenkungssteuer mir großzügigen Freibeträgen.
  • Durch das Schließen von steuerlichen Schlupflöchern (z.B. Gruppenbesteuerung, Stiftungsbesteuerung) muss die tatsächliche Steuerleistung der Unternehmen (derzeit 8 %) an den nominellen Körperschaftssteuersatz (25 %) herangeführt werden. Steuerlich begünstigt sollten einzig Investitionen in die Realwirtschaft werden.
  • Managereinkommen, inklusive aller Bonuszahlungen, müssen eingeschränkt werden.
  • Den ArbeitnehmerInnen steht ein größerer Anteil an der Produktivitätsentwicklung zu.
  • Den Sozialstaat nicht einschränken, sondern ausbauen.