Lohnsteuer runter!

Im Kleinen Kammersaal erfolgte gestern vor zahlreichen Betriebsräten der Startschuss der Unterschriftenaktion für eine spürbare Senkung der Lohnsteuer.

 

Für AK-Präsident Josef Pesserl heißt das Credo: Massenkaufkraft stärken. Es bestehe ein Riesenhandlungsbedarf, da 70 bis 80 Prozent der gesamten Steuerlast von den Unselbständigen getragen werden. „Die Politik wird nicht umhin kommen, unseren Forderungen nachzukommen“, ist der AK-Präsident überzeugt. ÖGB-Landesvorsitzender Horst Schachner kritisierte in seiner Einleitung, die Menschen könnten sich immer weniger leisten. „Wir brauchen eine anständige Lohnsteuerreform, damit netto mehr im Geldbörsel übrig bleibt.“

 

ÖGB präsentiert Steuerkonzept

Mag. Georg Kovarik skizzierte anschließend die Eckpunkte des ÖGB-Konzepts zur Steuerreform, das die Einführung einer Finanztransaktionssteuer, Wertschöpfungsabgabe, Erbschaftssteuer und Vermögensteuer vorsieht und Mitte September in der Endfassung vorliegen soll. „Österreich ist bei Vermögensteuern Schlusslicht“, unterstrich der Experte die Forderung nach einer Steuer auf Finanz- und Betriebsvermögen von 0,5 bis 1,5 Prozent, wobei Vermögen bis 700.000 Euro steuerfrei bleiben. Da gewerkschaftliche Lohnerhöhungen durch die kalte Progression aufgefressen werden, wird eine Indexierung der Steuertarife vorgeschlagen (Grenzsteuersätze automatisch um die Inflationsrate anpassen).

 

Halbe Million Unterschriften als Ziel

Für ÖGB-Landessekretär Wolfgang Waxenegger gilt es, gemeinsam ein starkes Zeichen zu setzen und der Forderung nach einer raschen und spürbaren Lohnsteuersenkung Nachdruck zu verleihen. Dafür wird österreichweit das Sammeln von mindestens einer halben Million Unterschriften bis Oktober angepeilt. Ab sofort kann man unterschreiben auf: www.lohnsteuer-runter.at